Geschichte des Bundes Freier evangelischer Gemeinden

Die Geschichte des Bundes Freier evangelischer Gemeinden geht zurück auf das Wirken Hermann Heinrich Grafes, der 1818 in der alten Mühle am Palsterkamp geboren wurde, die damals zum Stadtgebiet von Dissen gehörte. Er lernte als Kaufmann im Alter von 23 Jahren in Lyon eine unabhängige evangelische Gemeinde kennen. Sie faszinierte ihn deshalb, weil dort Mitgliedschaft nicht an die Geburt oder Kirchensteuer, sondern allein an das Bekenntnis zum Glauben und an ein Leben nach den Richtlinien der Bibel gebunden war.

Wieder in Deutschland gründete Grafe 1850 zunächst den "Evangelischen Brüderverein", eine überkonfessionelle Arbeitsgemeinschaft von Christen mit unterschiedlicher Kirchenzugehörigkeit. 1854 ging er dann einen Schritt weiter. Er trat mit fünf Freunden aus der Landeskirche aus und gründete in Wuppertal eine Freie evangelische Gemeinde. 20 Jahre später schlossen sich 22 sogenannte "Abendmahlsgemeinschaften" zum Bund Freier evangelischer Gemeinden zusammen. Dies war die Geburtsstunde des Bundes Freier evangelischer Gemeinden.